Die Beihilfe Hessen auf einen Blick

Die Bemessungssätze

Die Bemessungssätze in der Beihilfe Hessen sind familienbezogen.

Für ambulante- und zahnärztliche Leistungen erhalten beihilfeberechtigte Person 50% Beihilfe vom Dienstherrn. Für stationäre Behandlungen sind es 65% Beihilfe. Für jedem berücksichtigungsfähigen Angehörigen gibt es weitere 5%. Sobald Beamtinnen und Beamte in Pension gehen, erhöht sich die Beihilfe um 10%. Für den Rest wird eine private Krankenversicherung für Beamte benötigt.

Die max. Bemessungsätze sind 70% für ambulante- und zahnärztliche Leistungen. Für stationäre Behandlungen sind es max. 85% Beihilfe.

Auch der Ehegatte / eingetragener Lebenspartner kann beihilfeberechtigt sein. Hier darf die Einkommensgrenze des Ehegatten/Lebenspartners 9.168 Euro aus dem VVKJ* nicht überschreiten.
Kinder sind ebenso beihilfeberechtigt. Voraussetzung ist allerdings, dass für das beihilfeberechtigte Kind noch Kindergeld/Familienzuschlag gezahlt wird.

*VVKJ: Vor-Vor-Kalenderjahr
Bild Beihilfeleistungen Beihilfe Hessen

Leistungen der Beihilfe Hessen

(Eine Kostendämpfungspauschale ist in der Beihilfe Hessen aktuell nicht vorgesehen.)

Ambulante Behandlung

  • Ärztliche Behandlung sind bis zum Höchstsatz (3,5%) der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) beihilfefähig.

  • Leistungen beim Heilpraktiker sind bis zum Höchstsatz gemäß den Verträgen mit den Heilpraktikerverbänden beihilfefähig.

  • Verordnungsfähige Medikamente sind bis zu den GKV-Festbeträgen erstattungsfähig.

  • Wie auch in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Beamtinnen und Beamte für Medikamente einen Eigenbeitrag von 10% zahlen. Der Mindestbeitrag liegt bei 5 Euro und der Höchstbeitrag bei 10 Euro.

  • Fahrtkosten (Beförderung) sind mit der niedrigsten Klasse regelmäßig verkehrender Beförderungsmittel beihilfefähig. Allerdings gilt auch hier eine Eigenbeteiligung. Diese beträgt 10 Euro je Fahrt.

  • Gemäß Beihilfekatalog erhalten Bedienstete für Hilfsmittel die Höchstsätze. Auch hier gilt eine Eigenbeteiligung von 10% (mind. 5 Euro, max. 10 Euro).

  • Aufwendungen für Brillen sind – einschließlich Handwerksleistung -, jedoch ohne Brillenfassung, bis zu folgenden Höchstbeträgen beihilfefähig.

  • Es besteht zudem alle 4 Jahre ein Anspruch auf Rehabilitationsmaßnahmen. Unterkunft und Verpflegung sind höchstens 21 Tage beihilfefähig (ohne An- und Abreise).

  • Sanatoriumsbehandlungen sind mit dem max. niedrigsten Satz der jeweiligen Einrichtung beihilfefähig.

  • Aufwendungen für eine Heilkur wegen derselben Krankheit sind alle vier Jahre für im aktiven Dienst Bedienstete beihilfefähig.  Unterkunft und Verpflegung sind für höchstens 23 Tage – einschließlich des An- und Abreisetages bis zu 16,– Euro täglich beihilfefähig.