Die Beihilfe Sachsen auf einen Blick

Die Bemessungssätze

Die Bemessungssätze in der Beihilfe Sachsen sind immer personenbezogen.

Als beihilfeberechtigte Person erhalten Beamtinnen und Beamte 50% Beihilfe vom Dienstherrn. Haben sie mehr als ein Kind, gibt es sogar 70% zu. Die Beihilfe Sachsen hat sogar noch eine Besonderheit. Wenn nach dem 31.12.2012 zwei oder mehr Kinder berücksichtigungsfähig sind, erhalten Beamte sogar auf Dauer 70% Beihilfe. Für den Rest wird eine private Krankenversicherung für Beamte benötigt.

Sobald Beamtinnen und Beamte in Pension gehen, ändert sich die Beihilfe, falls noch nicht geschehen, auf 70%.
Auch der Ehegatte / eingetragener Lebenspartner kann beihilfeberechtigt sein. Hier darf die Einkommensgrenze des Ehegatten/Lebenspartners 18.000 Euro im Jahr nicht überschreiten. Ab dem 01.01.2014 ist der Durchschnitt der Einkünfte der letzten 3 Kalenderjahr maßgeblich.
Kinder sind ebenso beihilfeberechtigt und erhalten 80% Beihilfe. Voraussetzung ist allerdings, dass für das beihilfeberechtigte Kind noch Kindergeld/Familienzuschlag gezahlt wird.

Bild Beihilfeleistungen - Beihilfe Sachsen

Leistungen der Beihilfe Sachsen

Die Kostendämpfungspauschale
Bei der Kostendämpfungspauschale handelt es sich um einen pauschal festgelegten Eigenanteil, den der Beihilfeberechtigte für sich und seine beihilfeberechtigten Angehörigen selbst zu tragen hat. Die Kostendämpfungspauschale beträgt bei der Beihilfe Sachsen 40 Euro im Kalenderjahr.

Ambulante Behandlung

  • Ärztliche Behandlung sind bis zum Höchstsatz (3,5%) der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) beihilfefähig.

  • Leistungen beim Heilpraktiker sind bis zum Höchstsatz gemäß den Verträgen mit den Heilpraktikerverbänden beihilfefähig.

  • Verordnungsfähige Medikamente sind bis zu den GKV-Festbeträgen erstattungsfähig.

  • Wie auch in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Beamtinnen und Beamte für Medikamente einen Eigenbeitrag zahlen. Der Selbstbehalt beträgt 4 Euro bei einem Abgabepreis bis 16 Euro, jedoch nicht mehr als die Kosten des jeweiligen Mittels oder Produkts, 4,50 Euro bei einem Abgabepreis von 16,01 Euro bis 26 Euro und 5 Euro bei einem Abgabepreis von mehr als 26 Euro.

  • Fahrtkosten (Beförderung) sind beihilfefähig, allerdings gilt auch hier eine Eigenbeteiligung. Sie beträgt 10 Euro je einfache Fahrt.

  • Gemäß Beihilfekatalog erhalten Bedienstete für Hilfsmittel die Höchstsätze.

  • Um die Zuzahlungen für Medikamente, Beförderung, oder Selbstbehalte zu begrenzen, gibt es analog zur GKV eine Begrenzung von 2% der Dienstbezüge (oder Versorgungsbezüge/Rentenzahlbetrags). Bei chronisch Kranken sind es 1%. Dies muss die Beihilfestelle auf Antrag genehmigen.

  • Sehhilfen sind beihilfefähig. Aufwendungen für Brillenfassungen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen beihilfefähig.

  • Es besteht zudem alle 4 Jahre ein Anspruch auf Rehabilitationsmaßnahmen. Unterkunft und Verpflegung sind höchstens 21 Tage beihilfefähig (ohne An- und Abreise).